Die Albert-Schweitzer-Schule besucht die Alte Synagoge

Am 9. März 2005 fuhren wir mit den Kindern vom Bottroper ZOB mit dem Schnellbus nach Essen. In der Synagoge wurden wir von der jungen Museumspädagogin Frau Schönfelder erwartet. Die Jungen und Mädchen der
dritten und vierten Klassen waren sehr beeindruckt von der Weite und Größe der Synagoge. Sie durften zuerst einmal herumlaufen und sehen und beobachten und sammeln, um dann später Fragen zu stellen.

Was gab es da nicht alles zu sehen?


Neben der noch erhaltenen bzw. wiederhergestellten Schönheit und Erhabenheit der mächtigen Synagoge vor allem auch die Dokumente aus der erschreckenden Zeitgeschichte: Dokumente der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, Einzelschicksale von Juden und ihrer Verfolgung und Symbole und Zeichen aus dem religiösen Leben der Juden in Deutschland. Unsere Kinder waren gut vorbereitet und stellten viele Fragen. Erschütternd war für sie, trotz der Vorkenntnisse, noch einmal ganz deutlich zu sehen, wie weit der nationalsozialistische Terror auch durch die Bevölkerung ging: In der Pogromnacht halfen die Polizei und die Feuerwehr den Tätern, nicht den Verfolgten.
Mit allen Sorgen, Gedanken, Beunruhigungen, Mitfühlen und Mitempfindungen war es ein wunderschöner Tag in der Synagoge, der auch viele fröhliche 
Elemente enthielt: Das Aufspüren der Aufgaben, das Basteln der Kippa, der Umgang mit hebräischen Schriftzeichen, der festlich gedeckte Schabbattisch und vieles mehr.

Wir bedanken uns bei der Stadt Essen für dieses Kulturerlebnis. Wir sind froh, dass diese zerstörte alte Synagoge wieder hergerichtet wurde und so für uns ein Mahnmal und eine Begegnungsstätte ist.
Wir sagen allen Menschen: Wir wollen uns erinnern und nicht vergessen. Wir möchten für eine bessere Welt eintreten und an unserem Platz tun, was wir können.