Erinnern, nicht vergessen,

                                    ein Projekt zur Friedenserziehung im 3. u. 4. Schuljahr

 

Das Kollegium der ASS arbeitet auch im Fach evangelische Religion mit den neuen Richtlinien. Dort heißt es im Bereich Friedenserziehung: Ruf zum Frieden und zur Gerechtigkeit  auch z. B. erinnern lernen, erinnern an den Holocaust...

Viele Vorüberlegungen fanden statt, auch viele Gespräche mit der Referendarin Frau Tscherpel, die im Studium sich schon intensiv mit dem Thema beschäftigt hatte. Wir wollten kindgerecht das Thema angehen, das den Kindern aus Erzählungen und den Medien nicht ganz unbekannt ist. Wir wollten Halbwissen aufarbeiten, uns aber auch ehrlich auseinandersetzen. Der Tod in den Lagern, die menschenverachtende Behandlung konnte da nicht ausgespart werden.

Wir haben es uns im dritten und vierten Schuljahr fächerübergreifend zur Aufgabe gemacht, daran zu erinnern. Behutsam sind die Kinder in die Problematik eingeführt worden an Hand des Bilderbuches ‚ Judith und Lisa’, aber auch durch die Schicksale  der Anne Frank, der Charlotte Salomon oder Anna aus dem Buch von Judith Kerr. Die Kinder wurden eingeführt in religiöse Grundfragen des Judentums mit Hilfe einer Materialkiste, die aus Duisburg besorgt wurde. Menschenrechte und Gottes Gebote wurden behandelt. Ein Thema war aber auch die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten von 1933 bis 1945. Die Literaturkartei zu Judith Kerrs Buch gab auch viele gesellschaftliche Informationen, die die Kinder begreifen konnten. Ein besonderes Erlebnis und Höhepunkt war natürlich der Besuch eines Zeitzeugen, des Rabbiners Stein, den Frau Tscherpel über die Universität Essen kannte. Trotz seiner schrecklichen Kindheitserlebnisse in Deutschland fühlte er sich bei unseren Kindern und ihren Fragen wohl.  Es war für die Kinder und die Erwachsenen ein  nachhaltiges Erlebnis, das ein Leben lang wirken und uns beeindrucken  wird.