Evangelische Grundschule
Religiöse Erziehung in der Albert-Schweitzer-Schule

 

1. Inhalte des Evangelischen Religionsunterrichtes

Auf der Grundlage der biblischen Überlieferung und des christlichen Glaubens ermöglicht der Religionsunterricht Zugang zu neuen Einsichten, Glaubenserfahrungen und theologischen Aussagen und schafft Freiraum für Fragen, Probleme und Erfahrungen der Kinder.

Der Unterricht umfasst dabei die Erfahrung des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu Gott und zur Schöpfung. Diese Erfahrungsräume sind vernetzt, denn der Mensch ist ein ganzheitliches Geschöpf Gottes in biblisch-christlicher Sicht.

Die Kinder erfahren auch, dass sie durch Kirche und Gemeinde an der biblischen Überlieferung teilhaben und in die christliche Gemeinschaft einbezogen sind.

In der Schule begegnen sich Kinder verschiedener Herkunft. Ausgehend von der Lebenswirklichkeit und den Erfahrungen der Kinder bietet der Religions-unterricht die Möglichkeit, aufgeschlossen aufeinander zuzugehen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und zu lernen, Verschiedenartigkeit nicht nur zu akzeptieren, sondern auch als Bereicherung zu erkennen, denn Leben wird reich durch die Freude am Miteinander, durch die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und durch die Überwindung von Gleichgültigkeit und Vorurteilen.
 
Die Vertrautheit mit den eigenen Traditionen stärkt die Fähigkeit zum Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen.

Religionsunterricht ist aber auch Sprachunterricht. Er sensibilisiert für religiöse Sprache und hilft, eine eigene zu entwickeln. Insbesondere durch die Erschließung bildhafter Textelemente lernen die Kinder, die biblische Sprache zu verstehen sowie eigene Erfahrungen und Emotionen, religiöse Vorstellungen, Zweifel und Nichtbegreifen zum Ausdruck zu bringen. In Gesprächssituationen, die sich auf die Erfahrungswelt der Kinder beziehen, werden Grundfragen reflektiert. Biblische und andere Geschichten werden durch das Erzählen lebendig und regen zur Auseinandersetzung an.

 

2. Kooperation in der Gemeinde

Die zunehmende Säkularisierung der Umwelt der Kinder hat es zu unserem Anliegen werden lassen, Kirche und Gemeinde unseren Kindern als Erfahrungsräume zu eröffnen bzw. Erfahrungsmöglichkeiten dieser Räume zu erweitern.

Einmal im Monat feiern wir gemeinsam Gottesdienst in der Martinskirche. Außer zur Einschulung (Einschulungstag) und zur Entlassung der Viertklässler (letzter Schultag eines Schuljahres) finden diese Gottesdienste mittwochs statt. Die Gottesdienste werden von einzelnen oder auch mehreren Klassen vorbereitet und in weiten Teilen – in Absprache mit Herrn Pfarrer Schulte – gestaltet. Inhalte sind u. a. wichtige christliche Feste,  z. B. Erntedank, St. Martin, Advent, Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Zu unseren Gottesdiensten sind die Eltern herzlich eingeladen.

 

Pfarrer Schulte ist unser Ansprechpartner bei der Martinsgemeinde in Bezug auf unsere Schulgottesdienste und so für unsere Kinder die Bezugsperson im Bereich Kirche und Gemeinde. Er besucht nun auch die evangelischen Kinder unserer Schule in regelmäßigen Abständen in zwei Gruppen (1./2. und 3./4. Schuljahr), um den Kontakt auszubauen.

 

Angebote der Martinsgemeinde werden von unserer Schule aufgenommen und umgesetzt. Dies geschah bisher u. a. durch die Mitgestaltung von Gemeindegottesdiensten, durch die Gestaltung einer Engelwoche (Ausstellung und verschiedene Angebote für Kinder und Erwachsene), durch den Besuch der Martinskirche als Gebäude im Rahmen des Religionsunterrichtes bzw. als Ausstellungsraum, z. B. „Ein Koffer für die letzte Reise“. Auch werden die Angebote der Gemeinde, z. B. Kindergottesdienste, Chor, Sommerfest, Familiengottesdienste, an die Familien weitergeleitet und z. T. gemeinsam wahrgenommen.

 

3. Christliche Feste

Die christlichen Feste werden in unserer Schule nicht nur in Gottesdienste und Religionsunterricht einbezogen. Sie sind Teil unseres gemeinschaftlichen Lebens in der Schule. Die Kinder erfahren sie im gemeinsamen Feiern in der Klasse und auch in der Schule, in alten und neuen Liedern, im Basteln, im Freude bereiten, im Erzählen, im Schmücken, in Bräuchen, im Schenken. So werden situativ, handlungsorientiert und erlebnisnah Unterrichtsinhalte erschlossen. Das gemeinsame Feiern fördert das Verständnis füreinander und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

 

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