Schule der Zukunft

Konzept zur Umwelt- und Gesundheitserziehung

 

Die Konzeptentwicklung und -niederschrift zur Umwelt- und Gesundheitserziehung gehörte zu einem unserer Arbeitsschwerpunkte bis zum Jahr 2016. Eine Erweiterung erfolgt in den Jahren 2016-2020. In Arbeitsgruppen werden die schulinternen Curricula aktualisiert und angepasst.
Seit vielen Jahren führen wir kontinuierlich und regelmäßig in Kooperation mit dem Waldpädagogischen Zentrum Bottrops ein festes Programm für alle Jahrgangsstufen unserer Schule durch.
Als wir im Jahr 2009 die Ausschreibung der Kampagne „Schule der Zukunft“ der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW sahen, wurde deutlich, dass die Bewerbung zur Agendaschule mit der Niederschrift unseres Umweltpädagogischen Curriculums verzahnt werden sollte. Viele der von der NUA aufgeführten Bewertungskriterien sahen wir bereits durch unsere stete Arbeit erfüllt, so dass klar wurde: Das Konzept, das wir
praktizieren passt exakt in die Anforderungsprofile zur Agendaschule.
Das bisherige Konzept wurde in den Jahren 2015 bis 2019 erweitert durch
„urban gardening“.

 

1. GemeinsinnschafftGarten – Urban gardening trifft Schule

Mit dem Schulkonferenzbeschluss vom 08.09.2015 trafen wir nicht nur die Entscheidung für unsere Schule an der aktuellen NUA-Kampagne 2016-2020 „Schule der Zukunft“ teilzunehmen, sondern auch für eine Teilnahme am Projekt  des urban gardenings „GemeinsinnschafftGarten“ in Kooperation mit der FH Dortmund, dem Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop und dem Projektbüro Innovation City.
Nach ersten Informationsveranstaltungen von Mai 2015 bis Januar 2016, startete das erfolgreiche Projekt am 05.03.2016 mit einem ersten „Bautag“ der Hochbeete.
Ziel des Gemeinschaftsgarten ist es zum einen, das Schulgelände als Lern- und Erfahrungsort für umweltpädagogische Themen zu nutzen. Die in den Richtlinien und Lehrplänen geforderte Kompetenzorientierung kann hier ganz praktisch durch Bauen und Gärtnern erlebt werden. Ökologische Zusammenhänge werden von den Kindern damit nicht nur besprochen, sondern erlebt. Darüber hinaus war es wichtig, in den Stadtteil hinein zu wirken. Nachbarschaft, Vereine und Institutionen sollten und wurden schlussendlich in den Aufbau und die Bestellung der Beete einbezogen. So kam es zum Austausch gärtnerischen Wissens und zu einer Win-Win-Situation im Stadtteil: Die Schule stellt Flächen für die Gärten zur Verfügung; Vereine und Nachbarschaft bewirtschaften diese Flächen mit.
Durch das Anlegen des Gemeinschaftsgarten wird der Schulhof optisch und ökologisch aufgewertet und damit ein öffentliches Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen wie Artenvielfalt, Klimaschutz und Gartenbau erzeugt.

 

Erste Informationen für das Projekt an der ASS für Eltern, Vereine, Nachbarschaft

 

Anlegen der Beete im Frühjahr 2016

 

 

Arbeit am und im Gemeinschaftsgarten

 
Der Projektcharakter wurde schlussendlich durch kontinuierliche, dauerhafte Umsetzung ersetzt. So wird die Arbeit im Gemeinschaftsgarten/Schulgarten nun kontinuierlich von Schülergruppen umgesetzt. Das dauerhafte Anlegen des Gemeinschafts-/Schulgartens bietet – nun fest in das Schulprogramm implementiert – ganzheitliches Lernen und Erfahren ökologischer Zusammenhänge auf dem Schulhof.

Folgende Perspektiven stehen dabei im Mittelpunkt:

 

Ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen


Der Schulgarten ist ein wertvoller Lernort der Schule. Hier kann Natur mit allen Sinnen erfahren werden: Der Duft der Blumen, der Geschmack von geerntetem Obst und Gemüse, das Gesumme der Insekten, die Farben der Blumen….
Er lädt ein zum Beobachten, Staunen, Erforschen, Spielen, Gestalten, Arbeiten und Genießen. Die Arbeit im Schulgarten ermöglicht ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ und schafft einen Ausgleich zum kognitiven Lernen.
Im Schulgarten können die Kinder Kreisläufe der Natur erfahren: Sie pflanzen Saatkartoffeln, beobachten das Wachstum der Kartoffelpflanze, ernten die Kartoffeln und bereiten diese zu.

 

Umweltschutz und Artenvielfalt

Durch das Anlegen des Schulgartens wird der Schulhof optisch und ökologisch aufgewertet und damit ein öffentliches Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen wie Artenvielfalt, Klimaschutz und Gartenbau geweckt.
Durch die naturnahen Anlagen der Beete werden Insekten angelockt und der heimischen Fauna ein Lebensraum im versiegelten Stadtgebiet geboten.

 

Förderung sozialer Kompetenzen

Durch das Bauen, Anlegen, Bestellen und die Pflege der Beete werden nicht nur handwerkliche Fertigkeiten und ökologische Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert.
Die gemeinsame Arbeit in der Gruppe fördert auch Schlüsselkompetenzen wie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gemeinsam wird angepackt und bewirtschaftet; Absprachen müssen getroffen werden; jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten ein, alle arbeiten am selben Ziel. Und all das mit viel Geduld und Nachsicht: denn von der
Aussaat bis zur Ernte dauert es nun einmal eine Weile. Eine wertvolle gemeinschaftliche Erfahrung.

 

Schulgarten und Fachunterricht

Die schulinternen Arbeitspläne definieren strukturiert die Kompetenzerwartungen in den einzelnen Jahrgängen. Zum Erreichen dieser Ziele ist der Schulgarten immer wieder Lern- und Anschauungsort in allen Jahrgängen.

 

2. Kooperation mit dem WPZ

Kontinuierlich nehmen unsere Schüler und Schülerinnen in Kooperation mit dem WPZ an folgendem umweltpädagogischen Programm teil:

1. Jahrgang
a) Die Kinder lernen ihre Klassenbäumchen kennen, pflanzen sie in Töpfe und bringen sie in ihr Klassenbeet.
b) Bei einem Waldspaziergang lernen die Kinder den Aufbau des Waldes in den verschiedenen Schichten kennen.

2. Jahrgang
a) Die Kinder besuchen ihr Klassenbeet und erleben die Entwicklung ihrer
Bäumchen (z. B. Messen der Größe und Zählen der Blätter).
b) Bei einem Waldspaziergang lernen die Kinder die bezogenen Lebensräume und ihre Behauptung in den schon bekannten Schichten des Waldes durch die entsprechenden Bewohner kennen. Weiterhin bieten wir an, mit den Kindern in der Schule den „Wald im Karton“ zu bauen.

3. Jahrgang
a) Die Kinder besuchen wieder ihre Bäumchen im Klassenbeet.
b) Wiederholung der Waldkenntnisse vom 1. und 2. Jahrgang; neu:
Lebensraumbedrohung bzw. -zerstörung durch Räuber und Menschen:
       Der Mensch ist Gast im Lebensraum Wald
c) Wie lebt der Baum? Wurzel – Wassertransport – Baumkrone
Weiterhin bieten wir Ihnen die Führung durch unsere Imkeranlage an.

4. Jahrgang
a) Die im 1. Jahrgang gepflanzten Bäume haben eine stattliche Größe erreicht und werden im Bereich der Jahrgangswälder ausgepflanzt. In einem umfangreichen Beiprogramm erleben die Kinder noch einmal den Lebensraum Wald.

Wichtig für die weitere Entwicklung der Kinder wäre ein weiterer Besuch im WPZ.

Ernährung des Baumes (und auch aller anderen Pflanzen und auch des Menschen)
Umwandlung von anorganischen Stoffen in organische Stoffe, Sauerstoffproduktion als Nebenprodukt. Nahrungsproduzenten – Nahrungskonsumenten 1. und 2. Ordnung

 

3. Steckbrief


Albert-Schweitzer-Schule / Grundschule
Mit Achtung vor dem Leben in die Zukunft
http://www.schule-der-zukunft.nrw.de/sdz/steckbrief-display/?tx_nuacore_pidisplayprofile%5baction%5d=downloadPicture&tx_nuacore_pidisplayprofile%5bid%5d=1897

Walderkundung – S. Scharne

 

Projektbeschreibung


Das Zitat unseres Namenspatrons Albert Schweitzer „Achtung vor dem Leben“ spiegelt sich in unserem schulischen Alltag wieder und bietet sich als Motto für dieses Projekt an, da es Toleranz, Menschlichkeit und Respekt vor jeglichem Leben impliziert.
Unsere schulischen Aktionen verknüpfen ökologische, soziale, ökonomische und globale Aspekte.

WPZ:
In enger Kooperation mit außerschulischen Partnern, insbesondere dem Waldpädagogischen Zentrum Bottrops, partizipieren die Kinder kontinuierlich vom 1.-4.Schuljahr an unterschiedlichen Aktionen rund um die Natur und deren kulturelle und globale Bedeutung.
Einige Aktionen dieser Naturerlebnispädagogik sind:

– das Anlegen einer Mini-Baumschule im 1.SJ – Waldführungen durch den Förster

– Auspflanzen der gezogenen Bäume im 4.SJ
in die Natur

– kontinuierliche Dokumentationen und Führen einer Baumakte – etc.

Projekt „GemeinSinnschafftGarten“: Unsere Schülerinnen und Schüler gestalten in Kooperation mit anderen Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen aus der schulischen Nachbarschaft urbane Gemeinschaftsgärten und holen ein Stück Natur zurück auf den
versiegelten Schulhof. Die Kinder erleben hier in eigener Gestaltung kreatives Gärtnern, Bauen, Säen, Pflanzen durch den Bau von Hochbeeten sowie die Aufzucht und Ernte verschiedener Kräuter- und Gemüsesorten (auch zum eigenen Verzehr).
Der Verknüpfung in das soziale Umfeld der Schule kommt eine besondere Bedeutung zu.

 

Weitere Projekte


– Um unseren Namenspatron Albert-Schweitzer entwickelten wir kollegiumsintern ein Spiralcurriculum, das fest im Schulprogramm implementiert wird. In Auseinandersetzung mit Albert Schweitzer, seinem Leben und Wirken erwerben die Kinder jahrgangsbezogen nicht nur Kenntnisse über seine Arbeit als Wissenschaftler und Theologe, sondern
erleben auch selbst Gemeinschaft und kooperatives Miteinander.
– Durch das kontinuierlich durchgeführte Gewaltpräventionsprogramm „Magic Circle“ entwickeln die Schüler Toleranz, gegenseitige Wertschätzung und ein kooperatives Miteinander.
– Regelmäßige Ernährungsprogramme in der OGS und im Laufe des Schulvormittages tragen wesentlich zur Gesundheitserziehung bei. Hierzu werden regelmäßig außerschulische Kooperationspartner in die Schule eingeladen (Landfrauen, Natur on tour).
– Auch die Konzeption des Sport- und Sportförderunterrichtes (z.B. Teilnahme an der DFB-Team-Kampagne / Kooperation mit Sportvereinen) fördert das Körperbewusstsein und die Gesundheit der Kinder nachhaltig.
– In der Schülerbücherei, der Internet- und Computer-AG lernen unsere Schüler und Schülerinnen kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien.
– Unser schuleigenes Orchester, die Teilnahme an dem Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, generell die musikalischen Angebote an unserer Schule stärken die Kinder in der Entwicklung ihrer Schlüsselkompetenzen, wie soziales Engagement, Kreativität, Kognition, Wahrnehmungs- und Assoziationsfähigkeit, Teamgeist, Intuition und Selbstbewusstsein.
– Unsere Klassen beteiligen sich jedes Jahr zu Weihnachten an Päckchen-Aktionen für das Friedensdorf oder den Bottroper Tisch.
– Sponsorenläufe

4. Eindrücke


Spaß an der Bewegung, Respekt und Achtung lernen durch Sport.
Hier: Judo-Projekt 2018/19
   
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Alle Klassen nehmen in jedem Jahr an dem im Schulprogramm verankerten Projekt „Zahngesund im Mund“ teil.

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Gesunde Ernährung wird praktiziert und thematisiert. Die feste Verankerung im schulinternen Curriculum sorgt für die nötige Kontinuität von Klasse 1-4.

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Jährliche Herbstwanderung oder Sponsorenlauf mit allen  
Kindern der Schule.

 

  
Bauen im Gemeinschaftsgarten

 

 

            
Schreibwerkstatt 17 Ziele für eine bessere Welt

 

 
Tanzfest/Bewegungsförderung



Auspflanzaktion

 


Lernen im grünen Klassenzimmer

 


Auszeichnung NUA